Apr 02

Krankenkassenbeitragssätze zur gesetzlichen Krankenversicherung

Seit dem 01.01.09 gelten für alle Mitglieder in einer gesetzlichen Krankenversicherten gleich hohe Beiträge. Diese werden von der Bundesregierung bundesweit einheitlich festgelegt und können nur von ihr durch Beschluss wieder geändert werden.

Diese Krankenkassenbeitragssätze zur Krankenversicherung richten sich nach dem Einkommen und steigen oder sinken prozentual mit ihnen. Dabei wird dieser Beitrag je zur Hälfte vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber gezahlt. Dieser zieht die entsprechende Summe direkt vom Bruttoeinkommen ab und leitet sie direkt an die entsprechende Krankenkasse weiter. Wer sein Nettogehalt ausrechnen möchte, der findet übrigens einen guten Gehaltsrechner bei brutto-netto-gehaltsrechner.net. Bei den festgelegten Beiträgen kann der Versicherte seine Familienangehörigen kostenlos mitversichern. Dazu zählen die leiblichen Kinder, für die Kindergeld gewährt wird, sowie die Ehepartner. Voraussetzung für die kostenlose Mitversicherung ist die Tatsache, dass das Familienmitglied über gar kein Einkommen oder über ein geringes Einkommen bis 400 € monatlich verfügt.

Schlecht wirtschaftende Krankenkassen haben dabei die Möglichkeit ihren Beitrag zu erhöhen. Diese Erhöhung liegt bei max. 1 % des beitragspflichtigen Einkommen  und soll helfen ein Ende der finanziellen Krise herbei zu schaffen.

Anpassung des Beitragssatzes

Der Beitragssatz zum 01.01.09 lag bei 15,5 % und wurde erstmals einheitlich von der Bundesregierung festgelegt. Das hatte für einige Versicherte einen erhöhten monatlichen Beitrag zur Folge, für andere Versicherten sank der monatliche Beitrag. Gerade diese Mitglieder profitieren von der Vereinheitlichung während andere mit der neuen Regelung unzufrieden sind. Bereits zum 01.07.09 sanken die Beiträge einheitlich um 0,6 % auf 14,9 %, so dass für alle Versicherten eine Entlastung entstehen konnte. Später wurden diese Beitragssätze aber wieder auf 15,5% angehoben.

Die Bundesregierung und die einzelnen Krankenkassen stehen jedoch in ständigem Kontakt um die Beiträge den Bedürfnisse auf dem Markt anzugleichen. Gerade die Krankenkassen sehen sich in einer finanziellen Misere da sie nicht selber über ihre Einnahmen bestimmen können. Für die einzelnen Mitglieder bedeutet die Vereinheitlichung auf der einen Seite Vorteile, andererseits sind sie den Entscheidungen der Bundesregierung ausgesetzt und können durch die Wahl der Krankenkasse nicht automatisch auch die Höhe ihrer Beiträge bestimmen.

Der Wechsel zu einer anderen Krankenkasse

Der Wechsel zu einer privat Krankenversicherung scheint für Viele die ideale Lösung. Hier kann der Versicherte seinen Beitrag durch die bestimmten Vereinbarungen selber bestimmen, außerdem ist dieser nicht abhängig vom Einkommen sondern in erster Linie vom Eintrittsalter und Geschlecht. Mit einem private Krankenversicherung Rechner von brutto-netto-gehaltsrechner.net kann man sich die günstigsten Tarife ausrechnen lassen. So kann man die passendste Versicherung mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis finden.

Aber nicht alle Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung können automatisch in die private Krankenversicherung wechseln. Selbständige und Freiberufler können unabhängig von ihrem Einkommen jederzeit wechseln. Arbeitnehmer haben diese Möglichkeit nur dann, wenn sie über ein Mindesteinkommen verfügen. Das jährliche Bruttoeinkommen liegt bei ca. 50.000 €. Der Nachteil bei der privaten Krankenkasse ist jedoch die Tatsache, dass jedes Familienmitglied einzeln versichert werden muss und demnach auch eigene Beiträge zu entrichten hat.