Mai 02

Investmentfonds als Geldanlage

Wenn man von einem Investmentfonds spricht wird in der Regel der offene Investmentfonds gemeint. Generell muss man sich unter einem Fonds einen Topf vorstellen. In diesen legen mehrere Anleger ihr Geld hinein, das dann von der Investmentgesellschaft angelegt wird.

GeldBei einem Investmentfonds investiert die Gesellschaft in die verschiedensten Arten von Anlagemöglichkeiten wie Aktien oder Immobilien. Diese müssen vorher von der Investmentgesellschaft festgelegt werden.

Durch den Anlageschwerpunkt werden die Investmentfonds auch in verschiedene Fonds-Klassen zugeordnet. Bekannte Formen sind Aktienfonds, Dachfonds, Mischfonds, Hedgefonds oder offene Immobilienfonds.

Auf die richtige Streuung achten

Durch die Streuung des Vermögens in die unterschiedlichen Anlagemöglichkeiten ergibt sich für den Anleger eine Risikominderung. Es ist nicht davon auszugehen, dass alle Unternehmen in die investiert wurde in Insolvenz gehen, denn in diesem Fall würde das angelegte Geld wertlos werden. Vielmehr ist durch die unterschiedlichen Anlagen eine gute „Mischkalkulation“ möglich, so dass man von einer hohen Rendite ausgehen kann.

Wenn man in einen Investmentfonds investieren möchte, gibt es zwei grundlegende Unterschiede. Es gibt die Möglichkeit durch eine Einmalzahlung Anteile zu erwerben und man kann durch einen Sparplan monatliche Einlagen tätigen. Dies ist vor allem für Anleger interessant die über kein Anfangsvermögen verfügen, aber trotzdem Geld sinnvoll anlegen möchten. Dieser Sparplan eignet sich übrigens auch besonders gut für vermögenswirksame Leistungen, denn hier werden monatlich kleinere Beiträge eingezahlt.

Zusatzlich erhält man nach 7 Jahren auch eine staatliche Förderung in Form der Arbeitnehmersparzulage. Voraussetzung dafür ist allerdings, daß gewisse Einkommensgrenzen nicht überschritten werden. Beide Varianten sind vor allem für langfristige Geldanlagen sinnvoll. Denn es erhöhen sich dadurch die Renditechancen und der Anleger profitiert bei langfristiger Anlage von dem Zinseszinseffekt.

In der Regel fallen für den Anleger sowohl Ausgabe- als auch Rücknahmeabschläge statt. Diese können von Investmentgesellschaft zu Investmentgesellschaft variieren. Das liegt in den meisten Fällen von der Art ab wie das Vermögen verteilt wird. Bei einem aktiv gemanagten Fonds entscheiden Fondsmanager welche Wertpapiere gekauft werden. Sie können durch ihre langjährigen Erfahrungen die besten Anlagemöglichkeiten heraussuchen. Bei einem passiv gemanagten Fonds wird das Vermögen nach fest bestimmten Regeln angelegt. Da hier die Verwaltung der Fondsmanager wegfällt sind die Kosten bei einem passiv gemanagten Fonds günstiger, jedoch fällt auch die Möglichkeit weg, dass spontan eine besonders lukrative Anlage getätigt werden kann.

Auch für Kleinanleger interessant

Investmentfonds sind eine gute und sichere Geldanlage auch für Kleinanleger. Dadurch, dass das Vermögen von allen Anlegern zusammen angelegt wird, können sie auf dem Markt als Großkunde auftreten. Sie können über ihre Investmentgesellschaft gute Konditionen aushandeln. Außerdem kann jeder Kleinanleger sicher sein, dass die Investmentgesellschaft durch ihre professionelle Erfahrungen den Markt genau beobachtet und bestmögliche Anlagen tätigen wird. Außerdem ist durch die Streuung in viele Vermögensgegenstände das Anlagerisiko wesentlich geringer als wenn nur in einen Wertgegenstand investiert wird.

Der Anleger kann auch sicher sein, dass sein Geld nicht verloren geht. Selbst, wenn die Investmentgesellschaft in Konkurs gehen sollte, würde eine Depotbank sich um die Auszahlung des Vermögens aller Anleger kümmern.

Wenn der Anleger das angelegte Geld benötigt oder sich für eine andere Art der Anlage entscheidet, kann er schnell und problemlos sein angelegtes Geld von der Investmentgesellschaft zurück fordern. Dies ist ohne großen Aufwand möglich.