Private Finanzen
Immer mehr Menschen geraten verschuldet oder unverschuldet in die Schuldenfalle. Viele Privatleute sind sich über ihre eigene finanzielle Lage nicht wirklich im Klaren. Sie kennen zwar den Nettobetrag der ihnen monatlich zur Verfügung steht jedoch berücksichtigen sie oftmals nicht die monatlichen Ausgaben. Dabei gibt es einfache Mittel um sich einen effektiven Überblick zu verschaffen, damit am Ende sogar noch ein Betrag zum regelmäßigen Sparen und zum sicher Geld anlegen übrig bleibt, um sich ein finanzielles Polster oder eine geeignete Privatrente aufbauen zu können.
Als erstes sollten sämtliche Einnahmen, also das Einkommen, aber auch Kindergeld o. ä., den anfallenden Kosten gegenüber gestellt werden. Zu den Fixkosten gehören Miete, Nebenkosten, Versicherungen, Kosten für den täglichen Bedarf aber auch für zusätzliche Ausgaben wie Restaurantbesuche oder Reisen.
Bei der Miete ist eine Einsparung in den meisten Fällen nicht ohne Weiteres möglich, denn wer möchte schon aus seiner gewohnten Umgebung wegziehen. Aber vielleicht kann an den Nebenkosten gespart werden. Viele Elektrogeräte sind reine Energiefresser und auch der Wasserverbrauch kann mit einfachen Sparmaßnahmen gedrosselt werden. Verbraucherzentralen oder die örtlichen Stadtwerke helfen hier in der Regel gerne und geben Tipps und Anregungen. Falls die Zahlung der Nebenkosten halbjährlich oder jährlich erfolgt, sollte der Betrag auf Monatsraten umgerechnet werden um diese Raten bei der Gegenüberstellung berücksichtigen zu können.
Auch die Versicherungen sollten regelmäßig auf Kosten und Notwendigkeit überprüft werden. Ein Vergleich der einzelnen Versicherungen untereinander gibt oft überraschende Hinweise darüber wo monatlich Einsparungen getroffen werden können. Der Weg zu den Versicherungen lohnt sich auf jeden Fall und eine ausführliche Beratung kostet nichts.
Aber auch bei den Lebenshaltungskosten kann der Verbraucher oft sparen. Vielleicht muss er dabei seine Einkaufsgewohnheiten ändern und beispielsweise Fertigprodukte durch Rohprodukte austauschen. Das klingt auf den ersten Blick vielleicht etwas aufwendiger, in der Praxis ist es aber nicht viel zeitintensiver Bratkartoffeln aus frischen Kartoffeln herzustellen anstatt aus der Packung. Besser schmecken tun sie außerdem.
Zuletzt noch ein Blick auf zusätzliche Kosten. Natürlich möchte der Verbraucher sich und seiner Familie zwischendurch etwas leisten. Das fängt bei einem schönen Restaurantbesuch am Wochenende an und geht letztlich bis hin zum Jahresurlaub. Aber auch hier kann enorm Geld gespart werden.
Der Besuch des Restaurants muss nicht wöchentlich stattfinden, schon gar nicht dann, wenn das Geld nicht zur Verfügung steht. Hier kann man auch schön mit oder für Freunde kochen und den Abend zu Hause gestalten. Und auch ein Kinobesuch mit der gesamten Familie kann durch einen gemütlichen DVD- oder Spielabend ausgetauscht werden. Die voraussichtlichen Kosten für den Jahresurlaub sollten auch auf die monatlichen Beträge angerechnet werden. So ist ersichtlich wie teuer er letztlich werden darf.
Am Schluss steht dann fest wie viel Geld zum Einsparen übrig bleibt. Und dieser Betrag sollte auch fest eingeplant werden um unvorhersehbare Kosten wie eine neue Waschmaschine oder die Reparatur des Autos damit ausgleichen zu können.
Auch die betriebliche oder private Altersvorsorge sollte rechtzeitig überdacht und umgesetzt werden. Wer Glück hat und bei einem Unternehmen arbeitet, dass eine Betriebsrente oder betriebliche Altersvorsorge selbst bezahlt, der hat es natürlich gut getroffen.Dabei gibt es 5 Durchführungswege zur betrieblichen Altersvorsorge: die Direktversicherung, die Unterstützungskasse, die Pensionskasse oder den Pensionsfonds und zuletzt die Direktzusage. Mittlerweile muss jedes Unternehmen einem Arbeitnehmer eine betriebliche Altersvorsorge ermöglichen. Dies funktioniert über den Weg der Gehaltsumwandlung, bei dem ein Teil des Gehaltes direkt für die Beiträge zur Altersvorsorge verwendet wird. Das hat nicht nur steuerliche Vorteile, sondern hebt im Alter auch den Lebensstandard.
